Ansatz

Ziel

Internationale Auswirkungen des Klimawandels, wie beispielsweise Ernteausfälle oder Unterbrechungen der Transportkette durch Überflutungen, können sich über die Handelsverflechtungen auch auf Österreich auswirken und stellen somit ein potentielles Risiko für Österreichs Wirtschaft dar. Das Ziel von COIN-INT ist es daher, diese handelsinduzierten Klimafolgekosten für Österreich abzuschätzen.

COIN-INT untersucht folgende Forschungsfragen:

  1. Wie unterscheiden sich Länder bzw. Weltregionen hinsichtlich der Vulnerabilität gegenüber dem Klimawandel unter Berücksichtigung von Klimawandel und sozioökonomischem Wandel?
  2. Welche Folgen ergeben sich daraus für Österreichs Import- und Exportströme, seine Wettbewerbsfähigkeit und seine Position in der globalen Supply Chain?
  3. Welche volkswirtschaftlichen Kosten entstehen dadurch im Inland, auch im Vergleich zu den inländischen Kosten des Klimawandels?
  4. Wie können sich die Industrie, der Dienstleistungssektor und die politischen Entscheidungsträger auf diese Risiken vorbereiten?

Methodik

Abbildung 1 illustriert die methodische Herangehensweise des Projekts. Aufbauend auf internationalen Studien hinsichtlich der Vulnerabilität der Handelspartner werden die heutigen und zukünftigen Klimawandelfolgen für Österreichs Außenhandel analysiert (AP2). Hierbei werden sowohl unterschiedliche Klimaszenarien (RCP4.5, RCP 8.5) sowie unterschiedliche sozioökonomische Szenarien (SSP2, SSP3) berücksichtigt. Auf Basis verfügbarer Klimafolgenmodelle für die Bereiche Landwirtschaft, Wasserverfügbarkeit, Meeresspiegelanstieg, Gesundheit und Arbeitsproduktivität werden relevante Wirkungsketten hinsichtlich ihrer Relevanz für Österreichs Import- und Exportströme untersucht (AP3). Zusätzlich werden Fallstudien durchgeführt, um einzelne Wirkungskanäle anhand von konkreten Beispielen zu illustrieren (AP4). Die relevanten globalen Wirkungskettenwerden schließlich hinsichtlich ihrer Rückwirkungen auf Österreichs Volkswirtschaft untersucht (AP5). Abschließend werden Maßnahmen und Instrumente diskutiert, um diese handelsinduzierten Risiken des Klimawandels zu reduzieren (AP6).

Das Projekt unterteilt sich in 6 Arbeitspakete, von denen Arbeitspaket AP2 und AP3 schwerpunktmäßig im ersten Projektjahr behandelt werden (Mai 2017-April 2018) und die restlichen Arbeitspakete AP 4, AP 5 und AP 6 im zweiten Projektjahr (Mai 2018-April 2019).

Abbildung 1: Projektstruktur